Webmanagement
Dass die Gesellschaft neue Medien und insbesondere das Internet akzeptiert, dass sich immer mehr Menschen virtuellen Welten zuwenden und zunehmend soziales Leben auch multimedial stattfindet, ist unbestreitbar.
Webauftritte sind ein wesentlicher Bestandteil dieses multimedialen Lebens. Wer Internetseiten veröffentlicht will, dass die besucht und ihre Inhalte gelesen werden. Inhalte suchen Öffentlichkeit, wollen wahrgenommen werden. Sie bezwecken, dass sich Ideen verbreiten, vorgestellte Angebote wahrgenommen, beworbene Produkte gekauft werden.
Die Ziele, die Betreiber mit der Veröffentlichung einer Website verfolgen, können unterschiedlich sein. Alle aber verbindet die Absicht, mit Hilfe digitaler Inhalte mit Adressaten zu kommunizieren. Allerdings: So wie das Telefonieren teilweise anderen Regeln folgt als das persönliche Gespräch, ist der Erfolg eines Webauftrittes von etlichen Spezifika abhängig. Zumal: In den letzten Jahren erlebte und erlebt dieses Medium einen grundlegenden Wandel.
Die einzelnen Beiträge dieses kleinen Buches befassen sich mit grundsätzlichen Fragen der Medienarbeit insbesondere im Zeitalter des Web 2.0.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass es mitunter gilt, einerseits Heilserwartungen. Mißverständnissen und Irrtümern zu begegnen und andererseits verschenkte Chancen aufzuzeigen, Potentiale zu verdeutlichen und strategisch notwendige Ansätze zu vermitteln. Wir beachten, dass mit der neuen Kommunikationskultur des Netzes gleichermaßen Organisations-, Denk- und Handlungsweisen von Menschen ändern, die nicht zuletzt die Weiterentwicklung von Organisationsstrukturen öffentlicher und kommerzieller Natur herausfordern.
Moderne und zukunftsfähige Websites müssen sich an technischen und gestalterischen Standards messen lassen. Aber sie sind mehr als Programmcode und Design. Als webmanufacture liegt uns daran, gleichermaßen ihre Funktion als gesellschaftliches, soziales und kulturelles Kommunikationsinstrument zu thematisieren:
"Es ist nicht gesagt, dass es besser wird,
wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll,
muss es anders werden."
Georg Christoph Lichtenberg
